Inklusive Staffel mit Triathlon-Premiere bei den Finals

27.07.2026 – Tina Deeken

Para Finals Steinhude

Im Rahmen der Finals 2026 ging beim Open Race des Sprinttriathlons am Steinhuder Meer das 'Team Inklusion' mit Tina Deeken, Stefan Niemeyer sowie Markus Hiller und Tammo an den Start. Die Staffel absolvierte den Wettkampf erfolgreich und erreichte in 1:23:20 Stunden den 9. Platz in der Mixed-Wertung.

Den Auftakt machte Paratriathletin Tina Deeken aus Hannover. Die amtierende Deutsche Meisterin über die Sprintdistanz in der Startklasse PTWC schwamm die 750 Meter im Steinhuder Meer bei 20° Wassertemperatur in 14:31 Minuten und übergab den Transponder direkt am Schwimmausstieg an Stefan Niemeyer. Dieser absolvierte die 20 Kilometer auf dem Rad in 32:02 Minuten.

Für den abschließenden 5-Kilometer-Lauf sorgten Markus Hiller und sein Sohn Tammo. Das erfahrene Lauf-Duo, das bereits viele Laufveranstaltungen gemeinsam gemeistert hat, feierte dabei seine Triathlon-Premiere. Markus schob Tammo im Rollstuhl sicher bis zum Ziel (33:52 min.) und sorgte damit für einen emotionalen Abschluss der Staffel beim gemeinsamem Zieleinlauf.

Eine Besonderheit war der Ablauf der Wechsel: Der Transponderwechsel zwischen Paraschwimmerin und Radfahrer erfolgte direkt am Wasser, während Markus, Tammo und der Rollstuhl einen separaten freien Platz in der Wechselzone nutzten konnten. Diese individuelle Lösung ermöglichte einen sicheren und reibungslosen Ablauf und zeigte, wie Inklusion im Triathlon mit etwas Flexibilität ganz selbstverständlich umgesetzt werden kann.

Im Anschluss verfolgte das Team das hochklassig besetzte Eliterennen der Frauen und genoss die besondere Atmosphäre der Finals am Steinhuder Meer.

Ein besonderer Dank gilt den Veranstaltern von TriathlonD-Events sowie den Bundes- und Landeskampfrichtern. Mit ihrer Offenheit und ihrer Bereitschaft, den besonderen Wechselablauf zu ermöglichen, haben sie wesentlich dazu beigetragen, dass diese inklusive Staffel Teil des Open Race im Rahmen der Finals sein konnte. Ein gelungenes Beispiel dafür, wie Inklusion im Triathlonsport ganz praktisch gelebt werden kann.

Ebenfalls am Start war Fynn-Luca Gent von TriAs Hildesheim. Der Parasportler, der voraussichtlich in die Startklasse PTS5 klassifiziert wird, absolvierte den Sprinttriathlon als Einzelstarter in 1:15:48 Stunden. Mit Platz 46 gesamt und Rang 4 der Altersklasse AK20 zeigte er eine starke Leistung. Besonders erfreulich: Nach dem Wettkampf zog Fynn-Luca ein rundum positives Fazit und war mit seinem Triathlon sehr zufrieden – eine gute Grundlage für seine weitere Entwicklung im Paratriathlon.

Text: Tina Deeken